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Pressemitteilung

Jugend im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUNDjugend)

Berlin, 11.10.2006

Abschlussveranstaltung des Aktionstheaters WTOpoly

Deutschlandtour geht erfolgreich zu Ende

Berlin, 11. Oktober 2006. „Um die Welt“ wurde gespielt, als die Jugend im Bund für Umwelt und Naturschutz (BUNDjugend) am Mittwoch, den 11. Oktober, am Hackeschen Markt in Berlin-Mitte zum Abschluss der sechswöchigen Deutschlandtour des Welthandels-Aktionstheater WTOpoly einlud. Während vom 11. bis 13. Oktober der Allgemeine Rat der Welthandelsorganisation (WTO) in Genf tagte, spielte das Straßentheater Monopoly nach den Regeln der WTO und veranschaulichte so die sozialen und ökologischen Auswirkungen internationaler Handelspolitik.

Marieke Kodweiß, Koordinatorin der WTOpoly-Tour: „Die derzeitige Welthandelspolitik folgt vor allem den Interessen transnationaler Konzerne. Gemeinsam mit dem globalisierungskritischen Netzwerk Attac und vielen weiteren Gruppen in ganz Deutschland setzen wir uns mit der Tour
für einen gerechten Welthandel ein. WTOpoly hilft uns deutlich zu machen, wer in der Welthandelspolitik Entscheidungen trifft und wie eine solche Politik die Umwelt und die sozialen Systeme beeinflusst.“

Nachdem das Straßentheater am 1. September vor dem Wirtschaftsministerium in der Hauptstadt gestartet war, erfreuten sich bereits mehr als 13 deutsche Städte an WTOpoy. Überall konnten Bürgerinnen und Bürger noch an Ort und Stelle aktiv werden. Tobias Doeppe, BUNDjugend Berlin: „Mit Protestkarten können die Mitspieler und Zuschauer die lokalen Bundestagsabgeordneten daran erinnern, dass ein Parlament dazu dient, sich für die Interessen der Bevölkerung einzusetzen. Wir fordern sie auf, das Spielfeld nicht den Konzernlobbyisten zu überlassen.“

Die Gespräche der Welthandelsorganisation im Rahmen der so genannten Doha-Runde über den Abbau der Handelshemnisse, die im Juli in Genf auf unbestimmte Zeit unterbrochen wurden, geben derzeit wenig Zuversicht auf eine bessere Welthandelspolitik. Auch die Versuche, die Verhandlungen wieder aufzunehmen, führten bisher zu keinen Ergebnissen. Marieke Kodweiß, BUNDjugend: „Das Scheitern der Doha-Runde muss genutzt werden, um ökologische und sozial gerechte Alternativen zur herrschenden Weltwirtschaftsordnung zu entwickeln. Dafür wollen wir mit WTOpoly werben.“

Die Aktivistinnen und Aktivisten fordern unter anderem ein Aussetzen der Verhandlungen, bis die sozialen und ökologischen Auswirkungen der Welthandelspolitik geklärt sind. Zudem sollen internationale Umwelt-, Menschenrechts- und Sozialabkommen Vorrang vor WTO-Recht haben und der Zugang zu Nahrung für alle gewährleistet werden, statt ein Argrarabkommen in der Welthandelsorganisation abzuschließen. Die ausführlichen Forderungen und weitere Informationen können auf www.wtopoly.de abgerufen werden.

Ansprechpartnerin vor Ort: Marieke Kodweiß, Projektkoordinatorin, Tel. 0178-7204796

Kontakt für weitere Informationen: Kristin Petersen, BUNDjugend, Tel. 030/27586587,
presse@bundjugend.de